Der Jugendtreff Oase ist eine Einrichtung des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Fürth und befindet sich im Fürther Stadtteil Poppenreuth.

Die offene Jugendarbeit ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) des achten Sozialgestzbuches (SGB VIII) verortet. Sie ist demnach eine anerkannte Leistung der Jugendhilfe (vgl. § 2, Abs. 2, Nr.1, SBG VIII) und trägt dazu bei, junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen sowie positive Lebensbedingungen für junge Menschen zu erhalten oder zu schaffen (vgl. § 1, SGB VIII).

Die Angebote der offenen Jugendarbeit sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden (vgl. § 11, Abs. 1, SBG VIII).

Ein zentrales Ziel offener Jugendarbeit ist des Weiteren, junge Menschen zur Selbstbestimmung zu befähigen sowie gesellschaftliche Mitverantowrtung und soziales Engagement anzuregen und zu fördern. Durch Beratung und Unterstützung in lebenspraktischen Fragen erleichtert sie den jungen Menschen die soziale Integration, schafft Möglichkeiten der Partizipation und trägt somit zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung bei.

 

Auszug aus unserem Konzept

 

 

 

Grundsätze der Arbeit des Jugendtreffs

 

  1. Ziele der Einrichtung (= Grobziele)

 

3.1. Im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen wollen wir als Jugendeinrichtung „Oase“ Poppenreuth (Jugendamt Fürth) in Zukunft unseren Kundenkreis erweitern und unser Angebotsspektrum gemäß KJHG § 11 an den Interessen aller Kinder und Jugendlichen orientiert weiterentwickeln.

 

3.2. Auf der Grundlage der Erwartungen der Kinder und Jugendlichen wollen wir demokratisches Miteinander sowie gegenseitige Toleranz und Partizipation fördern.

 

3.3. Mit kulturellen Angeboten, die sich an den Interessen der Kindern und Jugendlichen orientieren, wollen wir Alternativen zur schulischen Bildung bieten.

 

3.4. Als sozialer Ort im Stadtteil Poppenreuth wollen wir Kinder und Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer physischen und psychischen Gesundheit unterstützen und einen Beitrag zu deren Persönlichkeitsentfaltung leisten.

 

  1. Grundprinzipien unserer Arbeit (Philosophie)

 

Regeln: so wenig wie möglich, soviel wie nötig

 

Durch die wachsende Funktionalisierung des öffentlichen Raumes werden die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen immer mehr eingeengt. Die Bedeutung des Medienkonsums dominiert das Freizeitverhalten zunehmend. Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume sich ausgiebig zu bewegen und Lebensräume um miteinander Erfahrungen zu machen.

Unserer Zielgruppe fällt es in dieser Welt auf der Suche nach Orientierung immer schwerer ein befriedigendes Verhältnis zu ihrer Umwelt, zu sich selbst und anderen zu entwickeln. Ökologische Kenntnisse können aus der Beobachtung sowie handwerkliche Fähigkeiten durch das eigene Tun gewonnen werden.

Durch unseren entwicklungsfähigen generationsübergreifenden Ansatz verstehen wir uns als Einrichtung die Begegnungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Stadtteil bietet.

Unser Jugendtreff soll ein Ort sein, der nicht nur für Kinder und Jugendliche gestaltet wird sondern auch von ihnen. Die Einrichtung ist gestalt- und veränderbar und kann sich dadurch an die aktuellen Bedürfnisse der Besucher anpassen.

 

 

  1. Maßnahmen, Methoden und Mittel der Arbeit

     

-Handlungsformen

-Angebotsstruktur

-Programm

 

Um ein reichhaltiges Angebot zu strukturieren ist eine Honorarkraft für den Kreativbereich  geplant. Dafür bietet sich der Donnerstagnachmittag in der Zeit von 16:00 bis 19.00 Uhr an. Die Honorarkraft sollte in der Lage sein unsere Zielgruppen altersmäßig gut zu bedienen und über ein breitgestreutes kreativ/künstlerisches Spektrum verfügen.Nach der Fertigstellung des Spiel- und Sportbereiches könnte eine weitere Honorarkraft auch hier mit Angeboten im Bereich Fußball, Basketball, Boxen, Kampfsportarten usw. unsere Einrichtung am Mittwochnachmittag unterstützen.

 

Zu 3.1. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen schichtenübergreifende und interkulturelle Bildungsangebote entwickelt werden. Darüber hinaus ist eine generationsübergreifende Vernetzung mit anderen Multiplikatoren im Stadtteil geplant, um mit diesen über die Jugendarbeit hinaus stadtteilorientierte Angebote auf dem Gelände der Jugendeinrichtung anzubieten (z.B. Familienwochenenden, Oase-Club für ab 16-jährige Jugendliche, Fußballturniere, auch stadtteilübergreifend, Einsatz von Honorarkräften)

 

Zu 3.2. Bei der Gestaltung des Außengeländes und der inhaltlichen Programmangebote wollen wir alle Partizipationsmöglichkeiten nutzen um die Kreativität, die Identifikation mit dem Jugendtreff und das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

(Einflussnahme auf die Öffnungszeiten, Mitplanung des neuen Sportbereichs, Grafische Gestaltung der Wagen, Außengelände anlegen und mitgestalten. Aneignungsmöglichkeit der Bauwägen für Jungen- oder Mädchengruppen oder spezielle Nutzung / Tanzen Hausaufgaben/ Lernen…, Mitgestaltung und Einrichtung des neuen Gemeinschaftshauses, )

 

Zu 3.3. Handwerkliches Geschick und kreative Kompetenzen sollen gefördert werden um die individuelle Entwicklung zu unterstützen und den Übergang von Schule zur Ausbildung zu begleiten. Renovierungsarbeiten, Möbelrestaurationen, Instandhaltungen, Grafische Gestaltung der Wagen, Außengelände anlegen und mitgestalten, Gartenarbeiten

 

 Zu 3.4. Durch Information, Beratung und Beziehungsarbeit wollen wir die individuelle Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit fördern. Hauswirtschaftliche und gärtnerische Tätigkeiten sind fester Bestandteil unserer Arbeit. (allgem. Sportliche Aktivitäten wie z.B. Freies Spielen im Außenbereich Boxen, Bolzen, Boccia, Planschen, Wasserspiele im Hochsommer, Federball, Jonglage…)

 

Zusammenfassung von „Teil A: Die Institution und ihre bestimmenden Strukturen“

Der prägende Grundsatz „so wenig wie möglich, soviel wie nötig“ zeigt sich in der Oase täglich und bietet den Besuchern die Möglichkeit sich autonom auf die vielseitigen Angebote der „Oase“ zu konzentrieren.

Um dies bewerkstelligen  zu können hat der Jugendtreff verschiedenste Funktionsräume in Bauwägen untergebracht sowie einen großen Gemüsegarten in dem die Besuchergruppen  kreativ, verantwortungsvoll und selbstständig handeln und wirken können.

Partizipation als wichtiger Faktor der Arbeit der „Oase“ hat einen hohen Stellenwert eingenommen.(Einflussnahme auf die Öffnungszeiten, Mitplanung des neuen Sportbereichs, Grafische Gestaltung der Wagen, Außengelände anlegen und mitgestalten. Aneignungsmöglichkeit der Bauwägen für Jungen- oder Mädchengruppen oder spezielle Nutzung / Tanzen Hausaufgaben/ Lernen…, Mitgestaltung und Einrichtung des neuen Gemeinschaftshauses)

Stadtteilorientierte Angebote auf dem Gelände der Jugendeinrichtung sorgen für eine Vernetzung des Stadtteils und der verschiedenen Generationen.